Italien bettelt um Wasser aus Schweizer Stauseen

von Marketing (Kommentare: 0)

In einzelnen Regionen Norditaliens hat es seit Monaten praktisch nicht mehr geregnet. Der Po ist fast ausgetrocknet. Die italienischen Bauern fürchten um ihre Ernte. Jetzt soll die Schweiz helfen.

Die Po-Ebene dürstet nach Wasser. Wegen einer anhaltenden Dürre in Norditalien weise der Fluss Po den niedrigsten Pegelstand seit 70 Jahren auf, berichtet Fernsehen SRF. Das hat weitreichende Folgen für die Landwirtschaft: Die Wasserknappheit wird zum Problem für die Ernten in den Regionen Piemont, Lombardei und Emilia-Romagna. Denn für die Felder braucht es Flusswasser.

Parma bittet um Hilfe

In Parma wird bei der Behörde, die das gesamte Flussbecken überwacht, nach Notlösungen gesucht. Ihr Generalsekretär Meuccio Berselli appelliert im TV-Beitrag an die Schweiz: «Wir bitten unsere Schweizer Freunde, den Pegel des Lago Maggiore zu stützen. Dies soll durch die Stauseen in den Alpen passieren.»

Doch auch die Tessiner Seen, der Luganersee und der Lago Maggiore, weisen niedrige Wasserstände auf. Und es sei schwierig, diese mit Wasser aus den Stauseen im Tessin aufzufüllen, denn diese seien lediglich zu 30 Prozent gefüllt, wie Gaudenz Flury von SRF-Meteo sagt.

Keine Besserung

Die kurzen Gewitter der nächsten Tage können die Situation nicht entschärfen und für die kommenden Monate sehe es eher nach hoher oder sogar sehr hoher Trockenheit aus, so Flury.

 

blick.ch, veröffentlicht am 22.06.2022

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